Zur Clubhistorie

Ludwig Krämer, Egide Preim, Guilliaume Prick, Willi Seibel und Hans Tölle sowie ADAC-Präsident Hans Bretz.


Zweck des BUGATTI-CLUBs ist, die BUGATTI-Tradition zu wahren und die noch vorhandenen technischen Kunstwerke des einstigen „Zauberers von Molsheim“, Ettore Bugatti, zu pflegen und zu erhalten.

Im Jahre 1951 wurde im Rennfahrerlager auf dem NÜRBURGRING von den ehemaligen BUGATTI-Fahrern die „Gemeinschaft de BUGATTI-Freunde“gebildet. Dieser Kreis wuchs von Jahr zu Jahr, so dass im Jahre 1956 unter der Schirmherrschaft von S.D. Hermann Prinz zu Leiningen durch Kurt Kiefer offiziell der BUGATTI-CLUB DEUTSCHLAND gegründet wurde. Es waren zugegen Paul Bittdorf, Adolf Brudes, Louis Chiron, Cajuus von Engelmann,Richard von Frankenberg, Kurt Kamlah, John Klenk, Marianne Koepchen,
Kurt Kiefer auf Bugatti T35
Rabag-Bugatti
EBremme auf T13
Copyright aller hier gezeigten Bilder: BCD
Am 24. Juli 1956 setzte sich Kurt Kiefer, selbst Bugatti Besitzer, an seine Schreibmaschine, um einen Aufruf an die ihm bekannten Bugattifahrer in und um Deutschland zu formulieren. Er schrieb ca. 30 Bugattisti an und lud sie dazu ein gemeinsam die " Gemeinschaft der deutschen BUGATTI-Freunde" zu gründen. Hier eine Kopie dieses Schreibens:
Nachdem schließlich am 4.August 1956 21 Personen der Gründungsversammlung am Nürburgring beiwohnten, dies durch Unterschrift auf der Anwesenheitsliste dokumentierten, erschien am 18.8.1956 ein kleiner Bericht in AUTO / MOTOR und SPORT Heft 17, Seite 26 über dieses denkwürdige Ereignis. Das Foto auf Seite 23 (siehe Hauptseite) zeigt die drei anwesenden Bugatti Typ 49, die bis heute zwar noch existieren aber den Besitzer mindestens einmal gewechselt haben. Kurt Kiefer berichtete von der konstituierenden Sitzung in seiner ersten Mitteilung an die BUGATTI-Freunde am 28.August 1956:

Als Anlage war dem Schreiben eine 26 Personen umfassende Liste beigefügt.1957 enthielt diese Liste bereits 57 Bugatti Besitzer oder ehemalige Bugatti-Fahrer. Sie kamen aus Deutschland, der Schweiz ,den Niederlanden aus Luxemburg sowie aus Österreich. Ein Gründungsmitglied kam sogar aus Süd-Afrika) Zum einjährigen Zusammentreffen kamen 8 Bugattis zum Nürburgring. Kurt Kiefer schrieb in der Mitteilung Nr. 5 : "... Für die Besucher des "Großen Preises" war die Aufstellung der BUGATTIs ein reizvoller und interessanter Anziehungspunkt, der häufig derartig umlagert war, daß kein BUGATTI mehr durchblickte...." Vom Bugattiwerk wußte er zu berichten,dass für sämtliche Modelle Ersatzteile zu haben seien, allerdigs seien jene recht teuer! Das BCD - Logo : "typisches BUGATTI-Aluminium-Rad der Modelle 35B/43/51 mit der Inschrift "BUGATTI - Club Deutschland" zierte zum ersten mal die Mitteilung Nr.6 vom 9.5.1958. In den folgenden Jahren organisierten die BUGATTI-Freunde um Kurt Kiefer einige natonale und Internationale Bugatti - Treffen. Sofolgte dem ersten Internationalen Treffen in Honnef 1960 schon zwei Jahre später eines in Diez. In der Mitteilung Nr 11 wurde unter anderem ein Bugatti Motor Typ 49 Für DM 250,- und eine Hinterachse für den gleichen Typ für DM 150,- angeboten, und Herr Kiefer verweist noch darauf, die Preise würden wohl nicht die endgültigen sein!! Das vom Bugatti-Club Deutschland organisierte Europäische BUGATTI-Treffen (Nenngeld Dm 20,-!!!) in Luxemburg folgte wiederum nur ein Jahr später. Die Zahl der Bugatti-Freunde nahm in diesen Jahren stetig zu. 1964 traf man sich in Kleve," um diese schöne Kameradschaft, die durch die Kunstwerke Ettore Bugattis entstanden ist, weiter zu erhalten und zu pflegen", wie Kurt Kiefer eindrucksvoll bemerkte. In Kleve erfreute der Besuch des Leiters der zu der Zeit noch bestehenden Reparatur-Abteilung in Molsheim, unser Ehrenmitglied Francois SEYFRIED, mit einem BUGATTI 101.Einige Monate zuvor war das Bugattiwerk vonHISPANO-SUIZA aufgekauft worden. Elisabeth Junek war es wegen eines nicht rechzeitig bereitgestelltem Visum nicht vergönnt in Kleve teilzunehmen. Das aber erstellte Visum nutzte Frau Junek dennoch um im Oktober 1964 einige Motorsportfreunde und das Daimler-Benz Museum zu besuchen. Am Nürburgring, wo sie einen Blumenstrauß aus ihrer Heimat am Gedenkstein ihres 1928 verunglückten Mannes niederlegte, nahmen die dort anwesenden Bugatti-Freunde Frau Junek als Ehrenmitglied auf. Eine Liste vom Januar 1965 weist 4 Ehrenmitglieder auf. 21 Bugatti-Besitzer sind registriert und weitere 40 ehemalige Bugatti-Fahrer und Liebhaber.
Am 17. August 1965 erreichte den Bugatti suchenden Teil der Bugatti-Freunde folgendes Eilangebot:

Im Frühjahr 1967 fragte der ADAC und der AvD bei der "beitragsfreien Gemeinschaft der BUGATTI-Freunde" an, ob vor dem im April 67 auszutragenden traditionellen Eifel-Rennen auf der Südschleife ein Bugatti - Rennen stattfinden könnte. Dies lehnte Herr Kiefer im Namen seiner BUGATTI-Freunde dankenswerter weise mit der folgender Begründung ab:
Heute sind diese Bugattis 75 bis 80 Jahre alt und werden vor allem auf dem Nürburgring so hart rangenommen wie zu Urzeiten. Bugatti-Grand-Prix-Wagen sind für den Renneinsatz gebaut und nicht für das Museum. Gott sei Dank hat man innerhalb des Clubs erkannt, dass man Vollblütern keinen gefallen tut, wenn man sie schont.